"Die Dinge gelingen am besten den Menschen, 
die das Beste aus den Dingen machen."
– John Wooden

Die Potenzialanalyse – 
Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Untestützungsbedarf ab Jahrgangstufe 8

Allgemeine Informationen zur Teilnahme

Zur Unterstützung bei der Berufswahl von (schwer-)behinderten Schülerinnen und Schülern mit den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen in den Bereichen Geistige Entwicklung, Körperliche und Motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sprache und Sehen hält das LVR – Integrationsamt das Angebot „STAR - Schule trifft Arbeitswelt – Integration (schwer)behinderter Jugendlicher“ vor, das die Einführung der Potenzialanalyse ab Jahrgangstufe 8 vorsieht. Zur praktischen Umsetzung in Förderschulen und Schulen des Gemeinsamen Lernens hat das LVR – Integrationsamt die Zentrale für soziale Dienstleistungen beauftragt.

Ziele

Ziel dieses Moduls ist die Erstellung eines Interessen- und Fähigkeitsprofils durch Analyse persönlicher Stärken und Kompetenzen, Interessen und förderbarer Potenziale. Diese Analyse zu Beginn des Berufsorientierungsprozesses dient, neben dem von schulischer Seite verfügbaren Erkenntnisstand, als Grundlage für den weiteren Entwicklungs- und Förderungsprozess bis zum Übergang in Beschäftigung oder Ausbildung. Sie enthält eine erste Empfehlung über die Aussicht auf eine Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Teilnahme an der Potenzialanalyse ist freiwillig.

Umsetzung - Potentiale entdecken!

Die Zentrale für soziale Dienstleistungen gGmbH als der vom LVR zur Durchführung der Potenzialanalyse ausgewählte Träger beobachtet die Kompetenzen, Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler, die für den beruflichen Einstieg wichtig sind.

Die Potenzialanalyse wird durchgeführt mit den wissenschaftlich anerkannten Testverfahren hamet2, hamet e und Ida und findet an zwei Tagen statt.

Durchführungsort

Der Durchführungsort ist nach Absprache in der Schule oder in den Räumen des IFD. 

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Potenzialanalyse werden in einem Stärkenprofil zusammengefasst und jeder Schülerin/jedem Schüler in einem persönlichen Auswertungsgespräch ausführlich erläutert. Zu diesem Auswertungsgespräch werden die Eltern der jeweiligen Schülerin und des jeweiligen Schülers sowie die IFD - Fachkraft eingeladen. Darüber hinaus wird ein schriftlicher Ergebnisbericht erstellt, welchen die Schülerin bzw. der Schüler zusammen mit dem Berufswahlpass erhalten.

Bericht

Der Bericht umfasst im Einzelnen:

      Alltagskompetenzen (telefonieren, eigenständige Nutzung von Bus und Bahn (ÖPV),
       Einhaltung von Terminen)

•     Arbeitsverhalten (kognitive Fähigkeiten, handwerklich-motorische Fertigkeiten, Art der Arbeitsausführung)

•     Sozialverhalten (Pünktlichkeit, Kritikfähigkeit, Zuverlässigkeit, Anstrengungsbereitschaft,
       angemessener Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten, Teamarbeit)

•     Reflexionsfähigkeit (Umgang mit eigener Behinderung, berufliche und persönliche Lebensplanung)

•     Realistische Selbsteinschätzung hinsichtlich eigener Fähigkeiten und förderbarer Potentiale

Qualifiziertes Personal moderiert die Potenzialanalyse und führt ein individuelles Auswertungsgespräch durch. Die Ergebnisse werden schriftlich dokumentiert. Die Eltern werden aktiv einbezogen. Im Rahmen der Auswertung wird eine Empfehlung für die Teilnahme an weiteren Modulen ausgesprochen. Die Qualität der Potenzialanalyse wird laufend ausgewertet und optimiert. Die gängigen Datenschutzbestimmungen werden jederzeit eingehalten.

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